Abstract
<p>Die Masterarbeit Künstliche Intelligenz zur Förderung von Inklusion: Perspektiven für eine inklusive Bildung im schulischen Kontext untersucht, wie KI-basierte Anwendungen zur assistiven und adaptiven Unterstützung von Schüler*innen mit besonderem Förderbedarf eingesetzt werden können. Ziel ist es, Potenziale und Grenzen dieser Technologien im schulischen Alltag sichtbar zu machen. Dabei werden sechs ausgewählte Anwendungen analysiert – drei assistive Technologien und drei adaptive Lernsysteme –, die exemplarisch aufzeigen, wie KI Lernprozesse individualisieren, kommunikative Teilhabe ermöglichen und inklusive Unterrichtsstrukturen unterstützen kann. Aufgrund der bislang geringen empirischen Evidenz stützt sich die Arbeit sowohl auf wissenschaftliche Literatur als auch auf Herstellerdokumentationen und einzelne Fallstudien. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass KI-Technologien erhebliche Chancen für eine differenzierende und barrierefreie Bildung eröffnen, zugleich aber technische, organisatorische und ethische Herausforderungen bestehen. Besonders relevant ist die Frage, wie Lehrkräfte auf die Nutzung dieser Systeme vorbereitet werden können und welche Rahmenbedingungen erfüllt sein müssen, damit KI zu mehr Inklusion beiträgt, ohne neue Exklusionen zu erzeugen.</p>