Abstract
<jats:p>In einer zunehmend internationalisierten Arbeitswelt gewinnen nachvertragliche Wettbewerbsverbote in grenzüberschreitenden Arbeits- und Geschäftsführeranstellungsverträgen stetig an Bedeutung. Die vorliegende Arbeit analysiert systematisch die verschiedenen Ausprägungen von Wettbewerbs- und Treuepflichten, vergleicht die materiellen Wirksamkeitsvoraussetzungen sowie Rechtsfolgen in Deutschland und Frankreich und untersucht die Anknüpfung des anwendbaren Rechts, insbesondere vor dem Hintergrund der Rom I-VO. Mit besonderem Augenmerk auf die Schnittstellen zwischen Arbeits-, Gesellschafts- und Handelsrecht sowie auf verfassungs- und grundfreiheitsrechtliche Prüfungsmaßstäbe werden die bestehenden Unsicherheiten und Herausforderungen bei der Gestaltung nationaler und grenzüberschreitender Sachverhalte herausgearbeitet. Die Arbeit verbindet eine rechtsvergleichende Analyse mit der Auswertung einschlägiger Rechtsprechung und Normen sowie einer verfassungsrechtlichen Würdigung. Sie eröffnet damit einen fundierten Zugang zu den vielschichtigen praktischen Fragestellungen und Gestaltungsspielräumen im internationalen Kontext.</jats:p>