Abstract
<jats:p>Bereits zum dritten Mal nach 2021 und 2023 analysiert das KOMKIS den Stand der Verwaltungsdigitalisierung in den sächsischen Städten, Gemeinden und Landkreisen. Im Mittelpunkt der Befragung, an der sich mehr als 150 Kommunen beteiligt haben, standen erneut Fragen zum aktuellen Stand der Digitalisierung, zu den Treibern und Hemmnissen sowie zu den Chancen und Risiken der Transformation. Motivierend wirken dabei vor allem rechtliche Vorgaben – sowohl aus allgemeinen bundes- und landesrechtlichen Regelungen als auch aus konkreten Fachverfahren –, während die innere Motivation der Verwaltung sowie die Erwartungen der Bürger:innen und Unternehmen eine etwas nachrangigere Rolle spielen. Die Befragung zeichnet ein insgesamt positives, jedoch differenziertes Stimmungsbild der Kommunalverwaltungen gegenüber der Digitalisierung. Viele Kommunen sehen darin Chancen für effizientere Abläufe und eine verbesserte Aufgabenwahrnehmung; zugleich bestehen jedoch Sorgen hinsichtlich Überforderung und Anpassungsdruck, insbesondere bei langjährigen Beschäftigten. Gegenüber neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) überwiegt Offenheit, während Risiken, wie Personalabbau oder Dequalifikation, kaum befürchtet werden.Der Digitalisierungsfortschritt hängt stark von der Verfügbarkeit geeigneter Ressourcen ab. Dabei erweist sich die Ausstattung weniger als Frage von Hard- und Software, sondern vielmehr als Problem personeller Kapazitäten in den Verwaltungen. Hinzu kommen fehlende digitale Kompetenzen beim allgemeinen Verwaltungspersonal sowie begrenzte finanzielle Mittel. Darüber hinaus werden nicht-finanzielle Unterstützungsangebote des Freistaates, wie etwa die Digital-Lotsen des SSG, als notwendig erachtet.</jats:p>