Abstract
<p>Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen sprachlicher Extravaganz und Produktivität. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich das extravagante Potenzial von Konstruktionen theoretisch erfassen und empirisch untersuchen lässt. Dabei werden unter anderem folgende Aspekte behandelt: (a) der Einfluss der kognitiven Repräsentation auf das extravagante Potenzial einer Konstruktion, (b) die Rolle hierarchischer Beziehungen zwischen Konstruktionen und (c) das Verhältnis zwischen kollektiven und individuellen Sprachdaten. Im theoretischen Teil werden relevante sprachtheoretische Grundlagen diskutiert und anschließend ein Modell für den Zusammenhang zwischen Extravaganz und Produktivität entwickelt. In einer korpusbasierten Fallstudie werden die schwedischen Konstruktionen [x+is] und [x+o] im Hinblick auf die Leitfragen analysiert. Abschließend werden die empirischen Ergebnisse mit den theoretischen und methodischen Überlegungen zusammengeführt.</p>